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Kolumbien liegt im sogenannten “Kaffeegürtel” und es herrschen ideale Anbaubedingungen für hochwertigen Arabica Kaffee. So ist es kein Wunder, dass kolumbianischer Kaffee sehr beliebt ist. Lies weiter um mehr über den Kaffeeanbau in Kolumbien und seine Geschichte zu erfahren.

In Kolumbiens Kaffeedreieck – hier wird hochwertiger Arabica Kaffee angebaut

Kolumbianischer Kaffee wird auf der ganzen Welt für seinen vollen, weichen Geschmack und seine hohe Qualität geschätzt. Kaffee gelangte im 18. Jahrhundert nach Kolumbien und wird erst seit dem 19. Jahrhundert in größerem Stil angebaut. Inzwischen leben etwa 500.000 Menschen in Kolumbien vom Kaffeeanbau. Die meisten von ihnen wirtschaften auf kleinen Betrieben, fincas genannt, von fünf Hektar oder weniger. Mit 830.000 Tonnen pro Jahr ist Kolumbien heute der drittgrößte Kaffeeerzeuger der Welt.

Warum ist Kaffee aus Kolumbien so erfolgreich?

Der Erfolg kolumbianischen Kaffees lässt sich vor allem auf zwei Gründe zurückführen: Die Qualität und geschicktes Marketing. 

In Kolumbien finden sich beste Anbaubedingungen für qualitativ hochwertigen Arabica Kaffee.

Arabica Kaffeepflanzen gedeihen am Besten auf vulkanischem Boden in Höhen von 1.200 bis 1.800 Metern an frostfreien Standorten, die genug Regen bekommen. Alles Bedingungen, die in weiten Teilen Kolumbiens erfüllt sind. 

Kaffeekirschen werden in Kolumbien per Hand geerntet

Die Kaffeeanbauregion des Landes – auch Eje Cafetero („Kaffeeachse“) oder Triángulo del Café („Kaffeedreieck“) – genannt, erstreckt sich westlich der Hauptstadt Bogotá, zwischen den Städten Medellín und Calí. Dort, in der kolumbianischen Andenregion, befindet sich eine immergrüne, hügelige Landschaft, in der sich die Kaffeepflanzen besonders wohl fühlen.

Insgesamt werden in 32 Verwaltungsgebieten (Departamentos) Kolumbiens Kaffee angebaut. Sie alle produzieren hochwertigen Arabica Kaffee, der sich im internationalen Kaffeewettbewerb sehen lassen kann. 

Zu den wichtigsten Departamentos für Kaffeeanbau gehören Caldas, Risaralda, Quindío und Antioquia.

Unser Hilo Kaffee stammt von der Finca der Familie Giraldo in Jardín. Das liegt in der Region Antioquia, einem der kulturreichsten Kaffeeanbaugebiete in Kolumbien. Hier bauen 92.000 Familien Kaffee an. Die Geschichte und Tradition des Kaffeeanbaus reicht in Antioquia über 180 Jahre zurück.

Seit 2011 zählt das kolumbianische Kaffeedreieck sogar zum UNESCO Weltkulturerbe. Neben Kaffee wachsen dort zum Beispiel auch Bananen und Wachspalmen, eine der höchsten Palmenarten der Welt.

Zu Besuch bei Familie Giraldo in Jardín – von ihr stammt unser Kaffee.

Doch Kolumbien ist nicht das einzige Land mit ausgezeichneten Anbaubedingungen und hochwertigem Kaffee.

Warum ist also ausgerechnet kolumbianischer Kaffee auf dem Weltmarkt so erfolgreich? 

Das ist wohl nicht zuletzt auf eine geschickte Marketing Kampagne der “Federación Nacional de Cafeteros de Colombia“ (FNC) zurückzuführen. Die FNC ist ein 1927 gegründeter Zusammenschluss von heute etwa 500.000 Kleinbauern. Sie setzt sich für faire Preise, nachhaltige Anbaumethoden und einheitliche Vermarktung des  Kaffees ein. 
So erfand Sie 1958 die Figur “Juan Valdez” – ein fiktiver Kaffeebauer, der große Berühmtheit erlangte und zum internationalen Gesicht kolumbianischen Kaffees wurde. Sogar in Kinofilmen tauchte die Figur Juan Valdez – immer dabei: sein Esel Conchita – bereits auf.

Großer Auftritt: Juan Valdez und Conchita in „Bruce Almighty“

Die Geschichte des Kaffees in Kolumbien

Doch wie kam es überhaupt dazu, dass in Kolumbien Kaffee angebaut wird? 

Im Europa des 17. Jahrhunderts war Kaffeegenuss ein Luxusgut und zunächst vor allem ein Getränk des Adels. Mit steigender Beliebtheit des Getränks, auch durch die Eröffnung erster Kaffeehäuser, wuchs die Nachfrage nach Kaffeebohnen

Da jegliche Anbauversuche im europäischen Klima scheiterten, suchten die Europäer nach Alternativen. Bedingt durch die koloniale Expansion Europas gelangten Kaffeepflanzen zunächst nach Südamerika und Asien. Franzosen importierten Kaffeepflanzen nach Guayana und Martinique, von wo aus der Kaffee seinen Weg ins restliche Südamerika fand. 

Nach Kolumbien wurden die ersten Kaffeepflanzen vermutlich von europäischen Jesuiten gebracht. Erstmals erwähnt wurde kolumbianischer Kaffee 1730 vom Jesuitenpriester José Gumilla in seinem Buch “The Orinoco Illustrated”. Erzählungen zufolge habe der Priester zur Beichte das Pflanzen von Kaffeepflanzen als Buße auferlegt. Eine Praxis die anscheinend von weiteren Geistlichen übernommen wurde und zu vielen Kaffeepflanzungen führte. 

Viele Großgrundbesitzer mussten ihre Plantagen verkaufen. Der Kaffeeanbau ging mehr und mehr in die Hände von Kleinbauern über. In diesem Zuge wurde auch die Nationale Vereinigung der kolumbianischen Kaffeebauern gegründet (FNC), ein Zusammenschluss der Kleinbauern – eben jene Vereinigung, die sich die pfiffige Marketingkampagne des Juan Valdez einfallen ließ. Neben effektiven Werbekampagnen schuf die FNC unter anderem auch ein Wissenszentrum, das z.B. an widerstandsfähigeren und ertragreicheren Kaffeepflanzen forscht.

Bis Kaffee zum Exportgut wurde dauerte es allerdings noch gut 100 Jahre. Erst 1835 wurde Kaffee das erste mal aus Kolumbien exportiert: 2.500 Säcke Kaffee in die USA. Schnell wurde Kaffee dann zum wichtigsten Exportgut Kolumbiens. 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts brach die Kaffeeproduktion zwischenzeitlich ein: die Weltwirtschaftskrise führte zu einem Fall der Kaffeepreise. Ein jahrzehnte andauernder Bürgerkrieg in Kolumbien („Guerra de los Mil Días“) trug sein übriges dazu bei. 

Doch es ging nicht immer nur bergauf für Kolumbiens Kaffeeanbau. Als 1989 das Internationale Kaffeeabkommen zerbrach und eine globale Kaffeekrise auslöste, sanken die Weltmarktpreise und es brachen die Gewinne der Landwirte enorm ein. Viele verließen ihre Kaffeeplantagen und suchten stattdessen nach Einkommensmöglichkeiten in den Städten. 

Heute ist eine der größten Schwierigkeiten, mit denen die kolumbianischen Kaffeebauern zu kämpfen haben die globale Erwärmung, die die Anbaubedingungen für Kaffee beeinträchtigt. 

Wie wird Kaffee in Kolumbien geerntet und verarbeitet?

Kaffeebohnen auf der Finca der Familie Giraldo

In Kolumbien besitzen die meisten Fincas eine eigene Aufbereitungsstation um die Kaffeekirschen zu verarbeiten und zu trocknen. Die Kaffeekirschen werden nach dem Ernten maschinell gewaschen und in großen Becken in der Sonne für Stunden fermentiert. Das erhöht Aroma und Koffeingehalt. Anschließend folgen die Trocknung, Häutung und Sortierung – bis die Rohbohnen schließlich in Säcke gefüllt und an Röstereien übergeben werden.

So schmeckt Kolumbiens Kaffee

Voll, weich und aromatisch. Mit feinen nussigen und süß-fruchtigen Noten – so schmeckt echter kolumbianischer Kaffee. Unser Hilo Kaffee schmeckt besonders lecker mit Aromen von süßen Äpfeln, Milchschokolade, braunem Zucker und Trockenfrüchten.

Hilo Kaffee – Kolumbianischer Spezilitätenkaffee

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